RE:WEAR · LÄNGER NUTZEN

Länger tragen. Weniger verschwenden.

Wer Kleidung länger nutzt, bewahrt ihren Wert und vermeidet unnötigen Textilabfall. Reparatur macht genau das möglich.

TEXTILES IN NUMBERS

Warum länger tragen zählt.

Die folgenden Werte beschreiben den europäischen Textilkonsum. Sie sind keine Einsparungsversprechen für einen einzelnen MENDR-Auftrag.

01

19 kg

Textilien pro Person

So viel Kleidung, Schuhe und Haushaltstextilien wurden 2022 in der EU durchschnittlich pro Person konsumiert.

Quelle: EEA, 2022
02

355 kg CO₂e

Klimawirkung pro Person

Diese Emissionen verursachte 2022 die Lieferkette der von EU-Haushalten gekauften Textilien – pro Person gerechnet.

Quelle: EEA, 2022
03

16 kg

Textilabfall pro Person

So viel Textilabfall fiel 2022 in der EU durchschnittlich pro Person an. Ein großer Teil wurde nicht getrennt gesammelt.

Quelle: EEA, 2022
04

+9 Monate

Bis zu 20 % weniger Fußabdruck

WRAP zufolge kann eine um neun Monate längere Nutzung den CO₂-, Wasser- und Abfallfußabdruck eines Kleidungsstücks um bis zu 20 % reduzieren.

Quelle: WRAP

RE:WEAR JOURNAL

Drei Geschichten hinter unserer Kleidung.

Was passiert, wenn Kleidung schnell produziert, kurz genutzt und weit weitergeschickt wird? Drei kompakte Beiträge ordnen die wichtigsten Zusammenhänge ein.

FIELD NOTE 01 · ATACAMA

Wo Kleidung zur Landschaft wird.

Rund um Alto Hospicio in der chilenischen Atacama bedecken laut UNECE und ECLAC mehrere Zehntausend Tonnen Textilabfall etwa 300 Hektar. Ein Teil wird vor Ort verbrannt.

Kurz weiterlesen

Die illegalen Ablagerungen wachsen seit 2012. Nicht jedes importierte Secondhand-Stück wird zu Abfall. Doch sehr große Mengen, geringe Qualität und fehlende Absatz- und Recyclingwege überfordern das lokale System. Synthetische Fasern und offene Brände belasten zusätzlich Umwelt und Menschen in der Umgebung.

UN-Bericht ansehen

FIELD NOTE 02 · EUROPA

Fast ein großer Koffer pro Jahr.

Im EU-Durchschnitt wurden 2022 pro Person rund 19 Kilogramm Kleidung, Schuhe und Haushaltstextilien konsumiert. Gleichzeitig entstanden etwa 16 Kilogramm Textilabfall.

Kurz weiterlesen

EU-weit waren das rund 8,5 Millionen Tonnen konsumierte Textilien und geschätzte 6,94 Millionen Tonnen Textilabfall. Die Größenordnungen zeigen: Längere Nutzung, Wiederverwendung und Reparatur sind keine Nischenthemen.

EEA-Daten ansehen

FIELD NOTE 03 · ARALSEE

Als Wasser zur Rohstofffrage wurde.

Der Aralsee war einst der viertgrößte See der Erde. Seine Zuflüsse wurden großflächig für die Bewässerung von Baumwolle und anderen Kulturen umgeleitet. Heute umfasst er nur noch ungefähr zehn Prozent seiner früheren Fläche.

Kurz weiterlesen

Der See liegt zwischen Kasachstan und Usbekistan – nicht in Südamerika. Sein Rückgang zeigt, wie Rohstoffproduktion weit entfernte Wassersysteme verändern kann. Die Geschichte ist komplexer als ein einzelnes Kleidungsstück, macht die Folgen großflächiger Bewässerung aber sichtbar.

NASA-Bericht ansehen

OUR POINT OF VIEW

Das gute Stück ist oft schon da.

Ein neues Kleidungsstück beginnt mit neuen Rohstoffen, Verarbeitung und Transport. Ein vorhandenes Stück hat diesen Weg bereits hinter sich.

Wenn eine Reparatur einen Neukauf tatsächlich hinauszögert oder ersetzt, bleibt das vorhandene Produkt länger im Einsatz. Genau dort setzt MENDR an: nicht mit einem abstrakten Versprechen, sondern mit einer konkreten Reparatur.

Wir behaupten deshalb nicht, dass jeder Auftrag automatisch eine feste Menge CO₂ spart. Material, Schaden, Transport und tatsächliche Weiternutzung unterscheiden sich. Wir zeigen lieber transparent, was wir tun.

HOW WE ACT

Vier konkrete Prinzipien.

01

Reparieren in Österreich

Aufträge werden geprüft und fachgerecht repariert, gestopft oder geändert.

02

Verpackung weiterverwenden

Vorhandene stabile Pakete können erneut genutzt werden. Alternativ versenden wir unsere passende Tasche flach und platzsparend.

03

Machbarkeit vor Bearbeitung

Material, Konstruktion und Schaden werden geprüft, bevor eine ungeeignete Arbeit ausgeführt wird.

04

Konkrete statt pauschale Aussagen

Keine unbelegten Begriffe wie „klimaneutral“. Wir erklären den Ablauf und nennen die Grenzen.

Quellen und Einordnung ansehen

Die europäischen Kennzahlen stammen aus dem Circularity Metrics Lab der Europäischen Umweltagentur (EEA). Die Untersuchung zur längeren Nutzungsdauer stammt von WRAP. Die Einordnungen zu Atacama und Aralsee basieren auf Berichten der Vereinten Nationen, der NASA und der Weltbank. Abruf und redaktionelle Prüfung: Juli 2026.

WEAR IT FORWARD

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